Wir entsorgen unseren Abfall in der Mülltonne. Eine für den Haus- eine für den Biomüll, dazu kommen noch gelber Sack und Altpapier. Und sobald die Müllabfuhr vorbei gekommen ist, ist dieses Thema für uns erledigt. Doch was passiert eigentlich weiter damit? Wie und wo werden die Abfälle umweltgerecht entsorgt? Diesen Fragen sind wir für unsere Sondersendereihe "Energie- und Umwelt" nachgegangen - und sind im Abfallwirtschaftszentrum Wirmsthal gelandet.
Auf einer Fläche von rund 65.000 Quadratmetern lagern dort unterirdisch bislang mehr als 1,2 Millionen Kubikmeter Abfall. Das Einzugsgebiet umfasst überwiegend den Landkreis Bad Kissingen. 18.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll, 10.000 Tonnen Biomüll sowie 8.000 Tonnen Papiermüll werden jährlich umgeschlagen. Diese Abfälle werden weiterverladen. Der Hausmüll kommt zur Verbrennung ins Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt, der Biomüll zur Vergärung in die Rotmühle Geldersheim, und das Papier landet in der Papierfabrik.
Doch im Abfallwirtschaftszentrum kümmert man sich nicht nur um die fachgerechte Entsorgung des Mülls der Bürgerinnen und Bürger, auch für die Deponie selbst wird Umweltschutz groß geschrieben. Durch einen extra gebauten, unterirdischen Kontrollgang kann jederzeit festgestellt werden, ob die Abdichtungen der Deponie intakt sind, sodass keine Verschmutzungen ins Grundwasser gelangen.