Ein unscheinbares Haus mitten im Wohngebiet von Oerlenbach. Monatelang lebte hier niemand mehr. Vergilbte Zeitungen, jede Menge Bauschutt und alte Nebengebäude lassen erahnen, dass dieses Anwesen seine besten Zeiten längst hinter sich hat. Oder besser gesagt "hatte". Seit dem 2. Mai 2010 herrscht im Innern wieder jede Menge Leben. Die Mitglieder des örtlichen Musikvereins greifen statt zu Saxophon, Querflöte oder Trompete, regelmäßig zu Bohrmaschine, Säge und Kelle. Denn das alte Haus wird komplett renoviert und saniert.
Über 5.000 Stunden Eigenleistung haben die Musiker bisher erbracht. Jeden Abend ab 17 Uhr, und samstags ab 8 Uhr treffen sich die freiwilligen Helfer. Denn der Um- und Ausbau des Hauses erfolgt ehrenamtlich. Kosten in Höhe von rund 200.000 Euro sind veranschlagt. Die Vereinsmitglieder haben sich vorgenommen, dies durch ihr Engagement auf die Hälfte zu reduzieren.
Im Juni 2012 feiert der Musikverein Oerlenbach sein 50-jähriges Bestehen. Bis dahin sollen alle Arbeiten größtenteils erledigt sein. Damit das Geburtstagsständchen dann im neuen Heim gespielt werden kann.