Auf der einen Seite die Straße - auf der anderen die Straßenbahn. Diese so genannten Halteinseln sind für wartende Kinder und Jugendliche besonders gefährlich. Vor allem nach 13 Uhr - wenn sich hier über 200 Schüler auf diese 2 bis 3 Meter breiten Haltestellen drängen.
Die besonders gefährdeten Haltestellen sind der Sanderring, an dem die Schüler des Wirsberg- und des Röntgen Gymnasiums zusammentreffen, die Haltestelle vor der St. Ursula Schule und die Straßenbahnhaltestelle am Kaufmännischen Berufs- und Bildungszentrum an der s.Oliver Arena. Dazu kommen 2 weitere in der Zellerau. Die Wörthstraße, an der die Kinder des Deutschhausgymnasiums warten und die Unglückshaltestelle DJK-Sportzentrum. Aus Sicht der Stadt gibt es verschiedene Möglichkeiten die Sicherheit an den Haltestellen zu erhöhen. Dazu zählen einmal Bauliche Maßnahmen wie Gitter aber auch die Präventivarbeit an den Schulen und Tempolimits.
Thomas Naumann vom Agenda21-Arbeitskreis Mobilität und Regionalentwicklung hält von der Gitter-Lösung allerdings nichts. Für den Verkehrsexperten sind so genannte Kap-Haltestellen die sicherste und beste Lösung. Eine davon gibt es bereits in Würzburg: Am Ulmer Hof. Und die Zahlen bestätigen seine Aussage: An den rund 250 Kap-Haltestellen in Deutschland gibt es 2/3 weniger Unfälle.
Die Stadt denkt hier zusätzlich auch über eine Tempo 30 Beschränkung nach. Denn: Ein Unfall zwischen einem Mensch und einem Auto bei 50 Stundenkilometer gleicht einem Aufprall auf Beton aus dem 3. Stock eines Hauses - bei Tempo 30 wäre es in diesem Vergleich NUR noch das erste Stockwerk.