Einige Hundert Grabfelder-Münzen sind im Raum Bad Königshofen derzeit schon im Umlauf. Die meisten wurden im September bei einer Aktion geprägt, mit der die Initiatoren der Regionalwährung für ihre Idee Werbung machen wollten. Richtig los gehen soll es aber erst im nächten Jahr. Dann soll es, anstelle der Grabfelder-Münzen, Grabfelder-Scheine geben, deren Design gerade von Studenten der Fachhochschule Coburg entworfen werden.
Der Euro kann dann an den Grabfelder-Ausgabestellen eins zu eins gegen das Regionalgeld eingetauscht werden. Offiziell handelt es sich dabei allerdings nicht um eine Währung, sondern um ein Gutscheinsystem. Läuft es gut, könnten im Raum Bad Königshofen in einigen Jahren bis zu 30 Prozent der Einkäufe mit dem Grabfelder getätigt werden. Ziel ist ein geschlossener Kreislauf, der die hiesige Wirtschaft stärkt: der Kunde kauft sein Brot beim örtlichen Bäcker, dieser bezieht sein Mehl von einem lokalen Müller und der wiederum das nötige Getreide von einem Landwirt aus der Region. Wenn der bei seinem Gang zum Bäcker dann ebenfalls mit dem Regionalgeld bezahlt, ist der Grabfelder eine runde Sache.
Schon jetzt nehmen einige Geschäfte den Grabfelder als Zahlungsmittel an. Auch die Stadt Bad Königshofen steht der Sache aufgeschlossen gegenüber. Einige Grundversorger sind derzeit noch zögerlich. Hier gilt es für die Erfinder des Grabfelders, noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Dabei können sie auf 24 Gebiete in Deutschland verweisen, in denen Regionalwährungen schon im Umlauf sind.